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Blick für das Ungewohnte

ican films hat den Anspruch, die emotionale Kraft des Filmes dazu zu nutzen, einen Blick auf Ungewohntes zu werfen oder vermeintlich Bekanntes von einer ungewohnten Seite zu beleuchten. Thematisch breit interessiert, sucht ican films die Zusammenarbeit mit Regisseuren, die ungewöhnliche Geschichten verfilmen möchten.

So erzählt Regisseur Thomas Haemmerli im jüngsten ican-Film Sieben Mulden und eine Leiche (2007) vom Erbe seiner Mutter: eine komplett vermüllte Wohnung. Im Zuge der aufwändigen Aufräumarbeiten wird nicht nur die Persönlichkeit einer ungewöhnlichen Frau offengelegt, sondern mit viel schwarzem Humor eine ganze Gesellschaftsschicht entlarvt.

«Jenseits und todlustig. Sieben Mulden und eine Leiche ist ein erschreckend heiterer Familienfilm» kommentierte die SonntagsZeitung die Gratwanderung zwischen Humor und Beklemmung. Während die Neue Zürcher Zeitung urteilte: «Der Film geht unter die Haut, gerade weil Haemmerli nicht Empfindsamkeit beschwört, sondern auf Bild-, Schnitt- und Tonebene zu Ironie und schwarzem Humor greift».

Mit dieser eigentümlichen Mischung zwischen Beklemmung und schwarzem Humor hat der Film bei vielen Zuschauern nicht nur persönliche Betroffenheit, sondern auch zahlreiche spannende und bereichernde Diskussionen ausgelöst. So lenkt die vermeintlich persönliche Familiengeschichte den Blick auf ein gesamtgesellschaftliches Phänomen und dient als Plattform für eine breite Auseinandersetzung mit einem der ganz grossen Themen unserer Zeit, dem Tod und unserer Vergänglichkeit.