Dokumentarfilm

7 Mulden und eine Leiche

Ausgerechnet an seinem 40. Geburtstag erfährt Thomas Haemmerli vom Tod seiner Mutter. Als er die Wohnung der Verstorbenen betritt, ist der Schock gross. Sie hat eine komplett vermüllte Wohnung hinterlassen. Einen Monat lang räumen Thomas und sein Bruder Erik auf.

Synopsis

Im Chaos der Wohnung der verstorbenen Mutter stossen zwei Brüder auf das Vermächtnis einer kuriosen Familiensaga.

Ausgerechnet an seinem vierzigsten Geburtstag erfährt Thomas Haemmerli vom Tod seiner Mutter. Der nächste Schock ist die komplett vermüllte Wohnung der Verstorbenen. Einen Monat lang räumen Thomas und sein Bruder Erik auf und finden im Chaos Familienaufnahmen, die bis in die Dreissiger Jahre zurückreichen. So entsteht eine kuriose Familiensaga, in der Baronessen und Comtes, Schürzenjäger und Festnudeln sowie der junge Kofi Annan eine Rolle spielen. In schnellem Rhythmus erzählt und unkonventionell montiert, ist der Film schwarzem Humor verpflichtet.

Crew

Thomas Haemmerli

Regie
Regisseur_Thomas Haemmerli

Haemmerli ist ein Hansdampf in vielen Gassen: Schillerndes Berufsbild zwischen Dokfilmregisseur, Autor, Künstler, Kolumnist, Kampagnenspezialist und schwerstrategischer Kommunikationsberater. Prägende Jahre in der Jugendbewegung der 80er, Reklamefifi, Redaktor bei 10vor10 und bei der Satiresendung ZAK/ARD, Ressortleiter Hintergrund bei der SonntagsZeitung, Frankreichkorrespondent SRF, Herausgeber und Co-Autor diverser Sachbücher im Bereich Kunst, Politik und Wirtschaft. Rund 20 Jahre Kolumnist bei Züritipp, NZZ und SonntagsZeitung. Konzeption diverser Medienprodukte, zuletzt der Digitalplattform westnetz.ch. Als Künstler in den Feldern Performance, Videokunst und Fotographie zu Gange. Inhaber von haemmerli.com GmbH, die sich auf strategische Kommunikationsberatung mit Fokus Digital sowie Public Affairs konzentriert. Als Dozent schwadroniert Haemmerli über alles & jeden, als Citoyen textet er seit 15 Jahren den Abstimmungsinfodienst www.votez.ch und trommelt mit der Gesellschaft offene & moderne Schweiz (GomS) gegen Nationalkonservative.

Nebst Kurz- und Experimentalfilmen drehte Haemmerli den mehrfach preisgekrönten Dokfilm «Sieben Mulden und eine Leiche». 2017 Gewinner der ersten Stufe des Migros Dokfilmwettbewerbs mit «Wie die Bergler die Finanzelite austricksten. Und andere alternative Wahrheiten.» (haemmerli.com & Turnus Film AG). Für Snakefilm arbeitet Haemmerli am Autorenfilm «Sixites – The Learnings». Gedreht, aber noch in weiter Ferne ist der Dokfilm «Der Tod in Mexiko».
Haemmerli lebt zwischen Mexiko Stadt, Tiflis, São Paulo und Zürich.

Mirjam von Arx

Produktion
Mirjam von Arx

Mirjam von Arx studierte Journalismus und schrieb fast 20 Jahre für verschiedene Magazine. 1991 zog sie nach New York und drehte ihre ersten Filme als Regisseurin. 2002 gründete sie die Produktionsfirma ican films gmbh, für die sie mehrere preisgekrönte Kinodokumentarfilme produzierte, u.a. VIRGIN TALES (2012, Zürcher Filmpreis 2012, Finalist Maysles Brothers Award 2012) und THE SCENT OF FEAR (2022, Gewinner 7. Migros-Kulturprozent CH-Dokfilm Wettbewerb), mit Katja Riemann und Oscar-nominee Sophie Okonedo. Ihr jüngster Film HOME IS THE OCEAN (2024, Regie: Livia Vonaesch) feierte seine Weltpremiere im Internationalen Dokumentarfilmwettbewerb des 20. Zurich Film Festivals 2024.

Mirjam von Arx ist Mitglied der European Film Academy sowie der Schweizer Filmakademie.

Thomas Haemmerli

Kamera

Geboren 1964, Journalist für Print und TV, einige Kurzfilme, viele Kolumnen, Konzepte sowie Kommunikationsaufträge aller Art, insbesondere TV- Inszenierungen für Abstimmungskampagnen.

Filmographie:

Regie:

“Fashion Rushes” mit M. Nicol, Experimentalfilm (1997)

“9 Kapitel für Ben oder Dokumentarfilm”, auf 16mm gefazt, im Kino als Vorfilm des Dokfilms „Besser und besser“
(1995)

“Fuck Helmut Lang”, Kurzfilm (1995)

“Durchstich Habsburgtunnel”, Industriefilm (1992)

“Crap Snow Groove”, Videodoku, (1992)

Filme an Festivals: Nyon, Kassel, Videofestival Freiburg, Forum Stadtpark Graz

Kamera:

“Haemmerli – ein Selbstporträt” von Luzia Schmid (1999)

In Daten:

2005 Koautor des Buches “Swissair-Mythos & Grounding” (Scalo/C-Films)

2005 Seit vielen Jahren Kolumnist u.a. für Schweizer Woche, NZZ, Kult z.Z. SonntagsZeitung.

2005 Mit Christoph Schuler Satirerubrik “60 Sekunden” in „Kulturplatz“ auf SF DRS.

2004 Medienarbeit für die Abstimmungskampagne “Zürcher Filmstiftung”

2003 Lobbyingkampagne gegen die Wiedereinführung der Polizeistunde.

2002 In der Kampagneleitung für die Abstimmung “Gold für AHV, Kantone und Stiftung”.

2002 Votez-Abstimmungsparty für die UNO-Vorlage

2000-2002 Paris-Korrespondent für SF DRS und als freier Journalist

1998-2000 Ressortleiter Thema-Bund bei der SonntagsZeitung.

1998 Subjektiver Dreh des eigenen Lebens für Luzia Schmids Film “Haemmerli – ein Selbstporträt”.

1996 Zusammen mit Udo Eling: Einakter fürs die Schauspielhaus Zürich Reihe “Scheitert die Schweiz?”

1996 vier Monate Gastreadaktor bei Zak/ARD in Köln

1997 Experimentalfilm (3h!) “Fashionrushes” mit Michelle Nicole, Schnitt Daniel Cherbuin.

1996 Gründung des Abstimmungsservice www.votez.ch, seither verantwortlich Ausrichtung und Tonalität.

1995 Kurzfilm “Fuck Helmut Lang”.

1994-98 Redaktor bei 10vor10, immer wieder Drehs mit der ersten Generation kleiner DVs.

1993/94 Werbung bei Studer & Partner.

1993 Chefredaktor CODE.

1992 Konzeption und Aufbau von CODE (Jugendmagazin auf Video) für den Tages-Anzeiger Verlag.

1992 Redaktor des Stadtmagazins Bonus.

1992 Realisation diverser Videodokumentationen (für Wirz und andere).

1988-2001 Gründung des Stadtmagazin NIZZA, dort Kolumnist und Filmkritiker

1987 Aufnahme eines Langzeitstudiums in Philosophie an der Uni Zürich (bei Lübbe und Kohler).

1986/87 Nach bestandener Jus-Zwischenprüfung 11 Monate Revolutions- und Guerilla-Tourismus in Lateinamerika.

1986ff Konzeption und Moderation diverser Sendungen bei Radio Lora, u.a. Gründung der Filmsendung “Filmriss”

1984-86 Jurisprudenz Uni Zürich.

1980ff Jugendbewegung, darauf rund zehn Jahre hyperaktiv in der radikalen Linken.

1964ff geboren und aufgewachsen in Zürich

Daniel Cherbuin

Schnitt

Daniel Cherbuin hat von der Pike auf Audio- und Videoelektronik gelernt. In den Anfängen des Privatfernsehens war er die kreative Kraft bei Sputnik-TV, einem innovativen und experimentellen Sendegefäss aus dem Zürcher Technountergrund. Seit Jahren setzt Cherbuin kongenial Musik in Clips und in Visuals für diverse Bands um, namentlich für Yello und für Division Kent. Diverse Kollaborationen mit Thomas Haemmerli für Kunst-, Experimental- und einen Kinofilm. Seit vielen Jahren bespielt Cherbuin das Schnittfeld von Off-Kunst und Untergrundparties mit seinen Video-Installationen. Dabei besticht Cherbuins Schaffen durch hochinnovative Montagen, eigenwillige Bildassoziationen sowie durch eine anarchische Grundhaltung: Mit Ironie und Persiflage verspottet Cherbuin das Aufgeblasene in Kommerz und Kultur und macht dem Hehren und Gewichtigen des Kunstbetriebes den Garaus.

Adrian Frutiger

Komposition

Geboren 1971 in Zürich. Abschluss als Dekorationsgestalter an der Kunstgewerbeschule. Matura an der Gestalterischen Berufsmittelschule Zürich. Seit 1991 hat Frutiger die Musik für zahlreiche Kino-​​ und Fernsehfilme komponiert sowie verschiedene Musikkonzepte, Shows, Animationen und Post-​​Produktionen realisiert. Er hat 6 Auszeichnungen für Filmmusik-​​Kompositionen erhalten.

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